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15.03.2016
Sonstiges
Back to the Roots:
evo NBO wagt Neustart in der Regionalliga

Der Verein evo New Basket 92 Oberhausen wird mit seiner ersten Damenmannschaft in der Saison 2016/2017 in der Regionalliga an den Start gehen. Unter dem Motto "Back to the Roots" wird sich der Klub künftig noch mehr als bislang auf die Nachwuchsförderung und die Integration seiner Talente in die erste Mannschaft konzentrieren.

 

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sind aber zu dem Entschluss gekommen, dass dieser Schritt für den Verein der richtige ist", sagt die Vorsitzende Sabine Benter. Wie Benter berichtet, sei die  Identifikation mit dem Klub vor allem auf Seiten der Spielerinnen zuletzt nicht mehr so ausgeprägt gewesen wie noch vor Jahren. "In den letzten beiden Spielzeiten gab es jeweils große Umbrüche mit zahlreichen neuen, vielfach nicht deutschsprachigen Spielerinnen, die nach einem Jahr den Klub wieder verlassen haben. Durch diese Entwicklung ist unser Familien-Image etwas verloren gegangen, was uns von unseren treuen Fans auch so gespiegelt worden ist, so Benter.

 

Nicht zuletzt haben auch wirtschafliche Gründe eine Rolle bei der Entscheidung für den Rückzug gespielt. "Die Suche nach Sponsoren ist im Laufe der letzten Jahre nicht leichter geworden. Als Randsportart mit geringer medialer Präsenz ist es gerade im Ruhrgebiet mit der Konkurrenz der vielen Fußballvereine extrem schwierig, genug Partner für die Finanzierung der ersten, geschweige denn der zweiten Liga zu finden", so Benter.

 

Beim Neustart in der Regionalliga dürfen sich die Fans auf einige bekannte Gesichter freuen. So wird Ralf Weßlowski, der bereits die bisherige zweite Mannschaft in der Regionalliga betreut hat, Trainer des Teams. Unterstützt wird er von Henry Canton, der ebenfalls seit vielen Jahren als Trainer und Betreuer für den Klub tätig ist. Helge Eggers wird dem Trainerteam ebenfalls auch zukünftig mit seiner Fachkompetenz zur Seite stehen und auch Julia Gajewski bleibt NBO treu. Neue, alte Spielstätte wird die Halle Ost, in der bereits bei den Spielen der zweiten Mannschaft stets eine fantastische Stimmung herrschte. Zusammenrücken also in der kleineren Halle – auch hier heißt es "back to the roots".

 

Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der Energieversorgung Oberhausen AG (evo), die als Namensgeber und Hauptsponsor des Vereins fungiert, betrachtet den Neustart vor allem als Chance: "Da sich vieles auf die erste Mannschaft konzentrierte, ist die Jugendarbeit in den letzten Jahren immer ein Stück weit zu kurz gekommen. Außerdem war für unsere hoffnungsvollen Talente der Sprung in die erste Mannschaft sehr schwer. Künftig werden wir den Fokus noch deutlich mehr als bislang auf die Nachwuchsarbeit richten. Ich freue mich, dass wir als evo diesen Weg begleiten dürfen." "Wir hatten in der ersten Basketball-Bundesliga eine super Zeit mit tollen Erfolgen wie dem Pokalsieg und der  Vizemeisterschaft, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dem neuen Konzept attraktiv für Talente aus der Region sind", blickt Benter positiv in die Zukunft.